BASU an Helmut Stumm: „Zahlen keinen Cent“

Der Fraktionsvorsitzende der BASU im Rat der Stadt Wilhelmshaven dementierte die vom Wilhelmshavener SPD – Kreisvorsitzenden geäußerte Vermutung, einige SPD – Mitglieder würden möglicherweise von der BASU bezahlt, in der nachfolgenden umfassenden Erklärung:

Sehr geehrter Herr Stumm, Genossinnen und Genossen der SPD,

ich habe soeben Kenntnis von Ihrem Schreiben erhalten, und wundere mich etwas.

Ob, warum, und in welchem Umfang die SPD in Wilhelmshaven interne Probleme hat, will ich nicht beurteilen. Das von Ihnen verteilte Schreiben bringt mich jedoch dazu etwas dazu anzumerken.

Das ich mich vor einigen Jahren entschied, politisch aktiv zu werden, dabei die Möglichkeit dies über die SPD zu tun ausschloss, war aus heutiger Sicht sicher der richtige Weg.

Trotzdem kann auch mir nichts daran liegen, dass sich die SPD überall im Land, und wohl besonders in Wilhelmshaven, selbst öffentlich demontiert. Und hier greife ich einen Satz aus ihrem Schreiben auf und frage Sie, Herr Stumm, wollen Sie gerne schwarz-gelb ?

Auf welchen Gehaltslisten ihre Genossen stehen, kann ich nicht umfassend beantworten.
Sicher ist, dass die BASU für keinen ihrer Mitglieder auch nur einen Cent gezahlt hat, und bei den meisten ihrer Mitglieder auch der Gegenwert nicht zu erkennen ist.

Und da bin ich beim eigentlichen Thema:
Sie sind ganz sicher ein gestandener Mann mit Erfahrung. Sie wissen im Allgemeinen genau, wie der Hase läuft, und sind wohl auf Grund dieser Fähigkeiten auf ihren Posten gewählt worden.

In Ihrem Schreiben werfen Sie zwei Mitgliedern der SPD vor, die Probleme der Partei öffentlich zu machen und damit parteischädigend zu handeln.

Sie tun dies nicht in einem persönlichen Schreiben an diesen Personen, sondern zudem an eine ganze Anzahl von Mitgliedern, von denen der größte Teil im Schreiben gar nicht angesprochen ist.

Und Sie tun dies im Wissen darüber, dass genau dieser Weg noch schneller und direkter in die Öffentlichkeit, also auch zur Presse führt, als es eine Pressemitteilung eines ‚Abtrünnigen‘ schaffen kann.

Zudem wird ein Vorsitzender mit ihrer Erfahrung diesen Verteiler nur dann wählen, wenn er gar nicht tatsächlich auf eine Antwort spekuliert, sondern lediglich versucht möglichst viele Mitglieder davon zu überzeugen, das die persönlich angegriffenen Personen die einzig Schuldigen und Bösen sind, die an irgendeinen Partei-Pranger gehören.

Wie mir bekannt ist, sind Sie beruflich als Anwalt tätig und bestens darin ausgebildet worden, welche Wege man beschreitet, um bestimmte Ziele zu erreichen.

So steht in den ungeschriebenen Lehrbüchern genau die von Ihnen gewählte Methode.

Sie geben vor, nur einige Fragen an zwei Mitglieder zu haben, wollen aber nur möglichst vielen anderen das Fehlverhalten dieser Personen ganz deutlich aufzeigen.

Wenn das man nicht genau das ist, was Sie den zwei Mitgliedern vorwerfen.

Nun kenne ich weder Elke, noch Detlef. Wenn die beiden, und auch alle anderen Adressaten, nicht sofort erkennen zu welchem Zweck ihr Brief tatsächlich geschrieben wurde, dann hat die SPD tatsächlich größere personelle Probleme, als ich gedacht habe.

Und wenn Sie jetzt zu dem Schluss kommen, dass ich mit diesem Schreiben in genau die gleiche verstaubte Trickkiste gegriffen habe, wie Sie, ist zumindest bei Ihnen alles richtig angekommen.

Joachim Tjaden
Fraktionsvorsitzender der BASU

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