Keil will Klinikum zur Nummer eins an der Nordsee machen

 

Anlässlich der am 23. August 2017 durchgeführten Mitgliederversammlung des SPD – Ortsvereines Wilhelmshaven West veröffentlichen wir folgenden Artikel der Wilhelmshavener Zeitung:

PLANUNG Geschäftsführer stellte der SPD West Neubau-Konzept und strategische Ausrichtung vor – „Wir wollen besser werden“

VON URSULA GROSSE BOCKHORN

WILHELMSHAVEN – Das Ziel ist klar: „Wir wollen die Nummer eins an der Nordsee werden.“ Das bekräftigte Reinhold Keil, Geschäftsführer des Klinikums Wilhelmshaven, bei einem Vortrag vor dem SPD – Ortsvereins West im „Treff auf Siebethsburg“.

Nur durch Wachstum sei es möglich, schwarze Zahlen zu schreiben – und das sei sein Arbeitsauftrag. Angesprochen auf das Verhältnis zum Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch betonte Keil, dass es neben der Kooperation in Teilbereichen immer auch Konkurrenz geben werde.

Ortsvereinsvorsitzender Karlheinz Föhlinger, Klinikum-Geschäftsführer Reinhold Keil, stv. Ortsvereinsvorsitzende Brigitte van Voorst (Bild: SPD-OV WHV West)

In der strategischen Ausrichtung sei der geplante Neubau ein wichtiger Teil, aber nicht alles. Im Ziel, besser zu werden, geht es auch um höhere Patienten-, Mitarbeiter und Trägerzufriedenheit. So gebe es ein Kommunikationstraining für die Mitarbeiter – „vom Chef bis zum Elektriker“, das den Umgang miteinander wie auch mit Patienten zum Thema habe.

In einem Haus mit 1500 Mitarbeitern werde es immer Fehler geben, aber „wir arbeiten daran, dass wir nicht schlechter sind als andere“. Es sei aber schwieriger, aus einer Talsohle herauszukommen, als wenn man allgemein einen guten Ruf habe. Entschieden trat der Geschäftsführer der Behauptung entgegen, dass es auf Stationen an Personal mangele. „Wir sind weit davon entfernt, unterbesetzt zu sein.“ Allerdings könne es sein, dass Mitarbeiter ausfallen. Der Krankenstand sei noch vergleichsweise hoch. 80 Prozent der Krankenpflegeschüler würden nach der Ausbildung übernommen. Die Auszubildenden würden wie alle Mitarbeiter nach Tarif bezahlt.

Im Vortrag nahm die Planung des Neubaus breiten Raum ein. Bereits im Herbst kommenden Jahres soll das Parkhaus südlich des Facharztzentrums mit rund 400 Plätzen fertig sein, um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen. Das Kerngebäude soll 2018 bis 2022 entstehen. Zur verkehrsmäßigen Erschließung sollen an der Friedrich-Paffrath-Straße zwei Kreisel angelegt werden. Über den südlichen wird das Parkhaus erreicht, über den nördlichen die Notaufnahme. Über ihn erfolgt auch die Warenanlieferung. Ein Boulevard auf dem Grundstück führt in das Hauptgebäude. Kernstück im Erdgeschoss ist die zentrale Anmeldung, über die Patienten dann verteilt werden.

Alle neun Operationssäle werden ins erste Obergeschoss gelegt, dort sollen auch Aufwachräume und Intensivstation angesiedelt werden. Kurze Wege sollen Zeit und Kosten sparen helfen.

Das neue Klinikum werde nur Zwei- und Einbettzimmer bieten. Alle Stationen werden mit Küchen ausgestattet, in denen das Essen portioniert und warm gemacht werden soll. Dazu werde Personal aus dem Küchenbereich auf die Stationen verlagert. Diese Lösung sei aufwändiger, aber patientenfreundlicher, erklärte Reinhold Keil.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass trotz des schwierigen Marktes die Kostenkalkulation von 165 Millionen bis maximal 195 Millionen Euro gehalten wird.

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung vom 25. August 2017
© Wilhelmshavener Zeitung
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