Zeitgemäßes Radverkehrskonzept – jetzt!

Der SPD-Ortsverein Wilhelmshaven West begrüßt, dass das Radwegenetz in Wilhelmshaven derzeit erweitert und ertüchtigt wird. Erfreulich ist der Ausbau einer zentralen Strecke in Nord-Süd Richtung mittels des Bundeswehr-Radwegenetzes mit einer Anbindung zum Rad- und Wanderweg an der Maade oder aber die Anbindung Mariensiels über die Hooksieler Landstraße in Richtung Potenburg. Ebenso ist zu begrüßen, dass die vom SPD-Ortsverein Wilhelmshaven West zum Wohle der Fußgänger und Radfahrer geforderten Querungshilfen an der Schaarreihe / Höhe Heiligengroden, an der Kurt-Schumacher-Straße / Höhe Am Fort Schaar und zuletzt an Friedrich-Paffrath-Straße / Höhe Gottorpstraße gebaut wurden.

Gleichwohl liegt nach Auffassung der Sozialdemokraten aus dem Westen Wilhelmshavens noch viel im Argen. So befinden sich viele Radwege in einem sehr schlechten baulichen und holprigen Zustand, sie sind oftmals nicht breit genug und nicht durchgängig gebaut und häufig sind Kreuzungsbereiche für Radfahrer schlecht einsehbar. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass es nicht so recht weitergeht in Richtung fahrradfreundliche Kommune.

Am 27. Mai 2020, also vor mittlerweile gut zwei Jahren, beauftragte der Rat der Stadt Wilhelmshaven per Beschluss die Verwaltung, „eine Zertifizierung als ‚fahrradfreundliche Kommune‘ durch die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e.V. anzustreben.“ Die Verwaltung sollte die dafür notwendigen Maßnahmen, insbesondere die Aktualisierung des kommunalen Radverkehrskonzeptes aus dem Jahre 2009, in die Wege leiten. Leider liegt dieses aktualisierte kommunale Radverkehrskonzept als Grundlage des zukünftigen Radverkehrs in Wilhelmshaven immer noch nicht vor. Der SPD-Ortsverein Wilhelmshaven West fordert die verantwortlichen Stellen in der Verwaltung auf, nun endlich das aktualisierte kommunale Radverkehrskonzept als Gesamtkonzept vorzulegen. SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Ratsherr Detlef Schön: „Teilarbeiten hier und da am Radwegenetz, ohne klare Richtung und ohne Gesamtkonzept, bringen uns auf Dauer nicht weiter.“

Radschnellweg

Das aktualisierte Radverkehrskonzept der Stadt Wilhelmshaven muss ein zukunftsweisendes Konzept sein. Es sollte Radschnellwege für die modernen E-Bikes in Nord-Süd- und West-Ost-Richtung einplanen, um so schnell, direkt und nach Möglichkeit kreuzungsfrei längere Distanzen komfortabel zurücklegen zu können. Der SPD-Ortsverein Wilhelmshaven West hält an seiner Forderung fest, die Friedenstraße von der Hooksieler Landstraße bis zum Friesendamm zum Radschnellweg aus- und durchzubauen. Die vorhandenen Fahrradstraßen sind in die Radschnellwegeplanung zu integrieren und um weitere Fahrradstraße zu ergänzen. So würde etwa der Ausbau der Lautsallee zur Fahrradstraße die Weststadt an das Stadtzentrum anbinden. Es ist zu gewährleisten, dass Fahrradstraßen auch den Fahrradfahrern vorrangig zur Verfügung stehen und nicht, wie am Neuengrodener Weg, vom PKW-Verkehr dominiert werden. Das bestehende Radwegenetz hat die Fahrradfahrer im Straßenverkehr zu schützen. Lücken im Netz sind zu schließen. Ein modernes Radverkehrskonzept berücksichtigt zudem stadtweite Radabstellmöglichkeiten einschließlich der Ladeinfrastruktur für E-Bikes, die Realisierung von Bike-Sharing-Modellen und die Einrichtung von Fahrradverleihstationen sowie ein Wegweisungskonzept mit einer klaren und umfassenden Beschilderung. SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Ratsherr Detlef Schön: „Die Umsetzung eines aktualisierten kommunalen Radverkehrskonzeptes bewegt mehr Autofahrer zum Radfahren, schont die Umwelt und sorgt für eine sichere, schnelle und gesundheitsfördernde Mobilitätsalternative.“

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