Keine Schließung von Sparkassen – Geschäftsstellen

Nachdem die Sparkasse Wilhelmshaven im Februar diesen Jahres 1.300 unbefristete Sparverträge zu Ungunsten der Sparer kündigte, folgt nun die zweite Hiobsbotschaft: man wird die Sparkassen – Geschäftsstellen in Altengroden und am Rathausplatz schließen.  Der SPD – Ortsverein Wilhelmshaven West verurteilt die Schließung dieser Geschäftsstellen. Von diesen Schließungen sind insbesondere unsere älteren Mitbürger*innen in Altengroden Nord, Altengroden Süd und Siebethsburg betroffen. Für sie sind kurze Wege zur Sparkasse wichtig, um – oftmals – mit Hilfe des Personals Bankgeschäfte zu erledigen, Geld abzuheben oder Überweisungen zu tätigen. Das persönliche Gespräch, die persönliche Beratung ist wichtig. Es zeichnet eine Sparkasse aus, dass sie in der Fläche für die Menschen da ist. Viele Bürger*innen aus Altengroden und Siebethsburg, die heute nicht computer- und automatenaffin sind, haben der Sparkasse über Jahrzehnte die Treue gehalten. Sie sind eben nicht zu Internet- und Onlinebanken gegangen, nur um Kontoführungsgebühren zu sparen. Sparkassen – Geschäftsstellen in den Stadtteilen tragen dazu bei, das Wohnumfeld der Bürger*innen attraktiver zu gestalten. Die Schließungen dieser Geschäftsstellen führen zur Verödung und Schwächung der kommunalen Infrastruktur.

Sparkassenfiliale Altengroden

Der öffentliche Auftrag und die Verantwortung für die Menschen in ihrem Einzugsgebiet muss im Mittelpunkt der Entscheidungen der Sparkasse Wilhelmshaven stehen. Diese Verantwortung für das Gemeinwohl darf nicht aus dem Blickfeld der Entscheider, also des Vorstandes und des Verwaltungsrates der Sparkasse, fallen. SPD – Ratsherr Detlef Schön: „Der Verwaltungsrat beschließt nach dem Niedersächsischen Sparkassengesetz die beabsichtigte Geschäftspolitik des Vorstandes. Ich halte es für dringend geboten, dass zukünftig vor der Entlastung des Verwaltungsrates der Sparkasse durch den Verwaltungsausschuss des Rates der Stadt Wilhelmshaven die Aktivitäten der Sparkasse zumindest in der SPD – Fraktion diskutiert und bewertet werden. Mit dieser Schließungskonzeption geht es so nicht weiter.“

Sparkasse Rathausplatz

Eine am Gemeinwohl interessierte Sparkassenpolitik sollte sich zudem überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, gemäß § 24 Niedersächsisches Sparkassengesetz den Bilanzgewinn der Sparkasse an die Stadt Wilhelmshaven als Trägerin der Sparkasse auszuschütten. Die weitere Verhinderung von Schließungen der Sparkassen – Geschäftsstellen und eine Verwendung des Gewinns zum Wohle aller wäre der richtige Weg, so der SPD – Ortsverein Wilhelmshaven West.

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