Klinik-Projekt hat für das Land hohe Priorität

Vor einer Förderung muss auch die Auswirkung auf die Krankenhauslandschaft der Region geprüft werden.

Als einen „sehr guten Schritt in die richtige Richtung“ hat der Leiter des Krankenhausreferats im niedersächsischen Sozialministerium, Dr. Boris Robbers, die beabsichtigte Fusion von Reinhard-Nieter-Krankenhaus (RNK) und St.-Willehad-Hospital zu einem „Klinikum Wilhelmshaven“ bezeichnet.

„Wir werden das Projekt mit einer hohen Priorität auf Arbeitsebene begleiten, auch in Konkurrenz zu anderen Maßnahmen“, sagte Robbers gestern Abend auf einer von rund 400 Interessierten besuchten Bürgerinformationsveranstaltung im Gorch-Fock-Haus zur Frage eines mit der Zusammenlegung der beiden Häuser verbundenen Krankenhausneubaus.

Auf dem Podium erklärten Oberbürgermeister Andreas Wagner, RNK-Geschäftsführerin Andrea Aulkemeyer und der Geschäftsführer der St.-Willehad-Hospitalgesellschaft, Heinz Hoffstedde, den Zusammenschluss angesichts der Herausforderungen in der Zukunft für „alternativlos“. Vor einer Förderzusage des Landes für einen schätzungsweise 100 Millionen Euro teuren Neubau ist nach den Worten von Robbers eingehend zu ermitteln, in welchem Maße eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung erzielt wird. Außerdem sei zu prüfen, welche Auswirkungen in der Region zu erwarten seien. „Man darf den Neubau nicht isoliert von der Versorgung im Umland sehen, um andere Einrichtungen nicht in Schieflage zu bringen“, sagte Robbers mit Blick auf das Nordwestkrankenhaus Sanderbusch, aber auch die Häuser in Varel und Wittmund. Robbers: „Die Frage ist noch nicht gelöst, aber sie ist lösbar.“

Bekräftigt wurde die Zielsetzung von RNK und Willehad, zum 1. Januar 2014 mit allen Beschäftigten unter ein gemeinsames Dach schlüpfen zu wollen. Bis Ende Mai soll ermittelt werden, in welcher Größenordnung die Beteiligten dort vertreten sind. Es bleibt in jedem Fall bei einem kommunalen Krankenhaus, weil die Stadt Mehrheitsgesellschafter sein wird.

© Wilhelmshavener Zeitung vom 17. Mai 2013
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