Natur erhalten – kein Solarpark am Triftweg

Aus gegebenem Anlass veröffentlicht der SPD-Ortsverein Wilhelmshaven West das Statement der Wilhelmshavener SPD-Fraktion gegen die Errichtung eines Solarparks und der damit verbundenen Vernichtung der Natur, der Verdrängung der Freizeitgärtner und des Hundesportvereins. Das Statement wurde vom SPD-Ratsherrn Kristian Stoermer am 6. Oktober 2021 während der Sitzung des Ausschusses Planen und Bauen vorgetragen:

Ratsherr Kristian Stoermer

„Wir als SPD-Fraktion haben uns in unserer gestrigen Fraktionssitzung bezüglich der Planungen zum Bau eines Solarparks am Triftweg beraten.

Wir lehnen die Errichtung eines Solarparks am Triftweg ab und ich möchte das auch kurz begründen.

Grundsätzlich unterstützen wir selbstverständlich den Ausbau der erneuerbaren Energien und haben auch in der Vergangenheit schon Anlagen hierzu befürwortet. Insbesondere Vorlagen zur Errichtung von Photovoltaikanlagen, Eisenerzreduktion mit vorgeschalteter Wasserstoffelektrolyse und jüngst einen geplanten Energiepark in dem Wasserstoff produziert werden soll. Aber das Ganze muss natürlich auf geeigneten Flächen passieren. Hierfür sind insbesondere bereits versiegelte Flächen und dafür vorgesehene Gewerbeflächen zu nennen.

Auf dem Gelände am Triftweg gibt es einen Kleingartenverein mit ca. 60 Kleingärten, einen gemeinnützigen Hundeverein, Reitsport wird dort betrieben und es gibt wohl auch einen Anwohner, der dort dauerhaft wohnt und sein ganzes Leben dort verbracht hat.  Hinzu kommen die umfangreichen Grünflächen mit altem Baumbestand, die natürlich auch einer Vielzahl von Tierarten eine Heimat geben.

Wir werden es auf gar keinen Fall befürworten, dass dieses Naherholungsgebiet platt gemacht wird und den Vereinen ihre Existenzgrundlage genommen wird. Der derzeitig gültige Bebauungsplan weist ein ‚Dauerkleingartengelände‘ aus und wenn es nach der SPD-Fraktion geht, dann wird das auch so bleiben.

Die Stadt Wilhelmshaven als ‚grüne Stadt am Meer‘ sollte sich innerstädtische Grünflächen tunlichst bewahren. Andere Städte, die sich aufgrund des Klimawandels mittlerweile mit Überhitzung und Starkregen konfrontiert sehen, beneiden uns um unsere Parks und Grünflächen.

Was sich uns überhaupt nicht erschließt ist, dass hier bereits Kündigungen gegenüber den Pächtern ausgesprochen wurden, obwohl eine Nutzung des Geländes durch den neuen Eigentümer überhaupt noch nicht geklärt ist. Das erweckt natürlich den Eindruck, dass hier auf die Verwaltung und die politischen Entscheidungsträger Druck ausgeübt werden soll. In diesem Zusammenhang möchte ich deshalb noch darauf hinweisen, dass für den Eigentümer kein Rechtsanspruch auf eine Bebauungsplanänderung besteht.

Ich hoffe, dass meine Kollegen aus dem Bauausschuss die Thematik ähnlich sehen und ebenfalls ein deutliches Signal an die Verwaltung senden.

Vielen Dank“

 

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