Forderungen gehen ins Leere

Mit großer Verwunderung nimmt der SPD-Ortsverein Wilhelmshaven West zur Kenntnis, dass der Arbeitskreis ‚Infrastruktur und Stadtverwaltung‘ der Wählergemeinschaft Win@WBV im Bereich der Digitalisierung Dinge fordert, die vom Rat der Stadt Wilhelmshaven, insbesondere auch mit der Unterstützung der SPD, bereits auf den Weg gebracht wurden. So beschloss der der Rat im März 2021, dass Wilhelmshaven sich um die Teilnahme an dem Modellprojekt ‚Smart Cities‘ bewirbt. Mit diesem Beschluss hat der Rat anerkannt, dass die Digitalisierung zu einem integralen Bestandteil unserer Stadtentwicklung wird. Der Mehrwert der Digitalisierung liege, so der Rat der Stadt, in der Effizienzsteigerung, in der Beseitigung von Barrieren, in der Reduzierung von Umweltlasten sowie in neuen Geschäftsmodellen durch nachhaltige Lösungen. Dabei betreffe die Digitalisierung die gesamte Stadtgesellschaft, die Bevölkerung, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Diese digitale Transformation der Stadt und der Region wird dabei ausdrücklich als partizipativer und fachübergreifender Prozess verstanden. Unbedarften Digitalaktionismus, wie er jetzt von der Win@WBV eingefordert wird, erteilte der Rat hingegen eine klare Absage. Höher als beim Rat der Stadt Wilhelmshaven, so der SPD-Ortsverein Wilhelmshaven West, kann das Thema ‚Digitalisierung‘ eigentlich nicht angesiedelt sein. Eine höhere Priorität kann dieses Thema nicht haben.

Digitalisierung

Offensichtlich ist den Akteuren des Win@WBV-Arbeitskreises auch entgangen, dass der Rat einen Monat später zusätzlich beschloss, dass regelmäßig der Tagesordnungspunkt „Digitalisierung“ im Ausschuss für Personal, Datenverarbeitung und Gleichstellung aufgenommen wird – mit Unterstützung der SPD. Bei wichtigen Entscheidungen ist der Rat einzubinden. Dass die vorhandene städtische Telefonanlage einen Schwachpunkt darstellt, ist ebenfalls bekannt und wird von den Entscheidungsträgern unter Einbindung der zuständigen Ratsmitglieder im dafür zuständigen Ausschuss diskutiert. Zusammenfassend stellt der SPD-Ortsverein Wilhelmshaven West fest: die Forderungen der Win@WBV gehen ins Leere!

Zielführender wäre es, die Erarbeitung eines detaillierten Personalentwicklungskonzeptes für die Stadtverwaltung und für die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe zu unterstützen. SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Ratsherr Detlef Schön: „Dabei ist zu berücksichtigen und aufzuzeigen, dass sich die Arbeitswelt insbesondere durch die Digitalisierung derzeit rasant verändert. Auch in der städtischen Verwaltung, den Eigenbetrieben und Gesellschaften steht dieser Transformationsprozess noch bevor und muss in die Überlegungen einbezogen werden. In den Prozess der Erarbeitung eines Personalentwicklungskonzeptes sind alle einzubinden: es müssen die Personalräte aller städtischen Fachbereiche und Gesellschaften mit den Personalverantwortlichen der Stadt Wilhelmshaven zusammenkommen, um die Auswirkungen der Digitalisierung zu diskutieren mit dem Ziel, Lösungen für alle mittels dieses Konzeptes zu finden.“

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